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Nigerdelta-Rebellen erklären Waffenstillstand

Rebellen im NigerdeltaGroßansicht
Port Harcourt (dpa) - Die letzte im nigerianischen Nigerdelta aktive Rebellengruppe hat einen unbefristeten Waffenstillstand erklärt. Damit rücken die Chancen auf eine Stabilisierung der Region, die seit Jahren von Unruhen und Anschlägen auf Ölfördereinrichtungen erschüttert wird, in greifbare Nähe.

Eine Fraktion der Befreiungsbewegung für das Nigerdelta (MEND) hatte sich am Wochenende zur Waffenruhe entschlossen, berichtete die nigerianische Zeitung «This Day» am Montag in ihrer Onlineausgabe.

Zwei andere MEND-Gruppen hatten bereits Anfang Oktober das Amnestieangebot der nigerianischen Regierung angenommen und die Waffen niedergelegt. Eine militanten Gruppe unter dem Kommando des erst im Sommer aus dem Gefängnis entlassenen Rebellenführers Henry Okah wollte den Kampf zunächst fortsetzen. Okah war vor kurzem mit dem nigerianischen Präsidenten Umaru Yar'Adua zusammengetroffen.

Inzwischen haben fast 16 000 Rebellen ihre Waffen abgegeben, teilte der nigerianische Verteidigungsminister Godwin Abbe mit, der auch das Amnestieprogramm leitet. Zwei Rehabilitationszentren, in denen ehemalige Rebellen auf ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereitet werden, hätten bereits die Arbeit aufgenommen.

Die Rebellen kämpften vor allem für eine größere Beteiligung der Bevölkerung des Deltas an den Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung. Mit ihren Anschlägen erreichten sie eine Drosselung der Ölförderung um 20 Prozent.

Konflikte / Nigeria
26.10.2009 · 08:02 Uhr
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