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Niederlande blockieren Schengen-Beitritt von Rumänien und Bulgarien

Brüssel (dts) - Die Niederlande wollen den geplanten Beitritt Rumäniens und Bulgariens zum Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen blockieren. Das erklärte der niederländische Einwanderungsminister Gerd Leers am Donnerstag bei einem Treffen in Brüssel. Die Fortschritte im Kampf gegen Korruption und Kriminalität in beiden Ländern würden nicht ausreichen.

Neben den Niederlanden ist auch Finnland gegen eine Schengen-Vollmitgliedschaft von Bulgarien und Rumänien. Die Innenexperten beider Länder befürchten einen Anstieg der Banden-Kriminalität, falls die Grenzkontrollen tatsächlich wegfallen sollten. Die Zustimmung zu einem Schengen-Beitritt der beiden Länder muss einstimmig ausfallen. Widerstand gegen die Schengen-Vollmitgliedschaft von Bulgarien und Rumänien macht sich jedoch zunehmend auch in Deutschland breit. CSU-Innenexperte Stephan Mayer sagte gegenüber der Onlineausgabe der "Bild"-Zeitung: "Die Öffnung der Landgrenzen zu Bulgarien und Rumänien wäre falsch. Dafür ist die Korruptionsrate dort viel zu hoch. Auch von einer unabhängigen Justiz kann in beiden Ländern keine Rede sein." CDU-Innenexperte Günter Krings lehnt die Aufnahme der beiden Staaten ebenfalls ab. "Beim Euro haben wir gesehen, was passiert, wenn man Länder zu früh in die EU aufnimmt. Es gibt keine Möglichkeit das rückgängig zu machen. Dasselbe gilt für Länder, die man zu früh in den Schengen-Raum lässt", Krings.
Belgien / Niederlande / Weltpolitik
22.09.2011 · 12:26 Uhr
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