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Niebel zu WikiLeaks: Verhältnis zu USA nicht belastet

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Berlin (dpa) - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sieht das deutsch-amerikanische Verhältnis durch die jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen von US-Depeschen nicht belastet. Das Verhältnis sei stabil, sagte er am Montag in Berlin. Allerdings werde sich jeder überlegen, wem er in Zukunft welche Dinge ganz offen sage. Niebel sah auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nicht geschwächt.

Er wundere sich über die Aufgeregtheit. «Man hätte genauso gut den 'Spiegel' der letzten drei Monate veröffentlichen können. Das hätte ähnliche Inhalte mit sich gebracht», sagte Niebel. «Das eigentlich Interessante an dem Thema ist die Frage von Datensicherheit, Datenschutz und dem Umfang, in dem Daten gesammelt werden.»

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte zu den Veröffentlichungen: «Das zeigt, dass man kaum Gespräche führen kann, die nicht öffentlich werden. Man kann damit leben. Man muss es nur wissen.»

Die WikiLeaks-Veröffentlichung hunderttausender Berichte des US-Außenministeriums enthüllen wenig schmeichelhafte Urteile der Amerikaner über Politiker in aller Welt - auch über die deutschen Partner. In den Berichten der US-Diplomaten in Berlin wird unter anderem auch FDP-Chef Guido Westerwelle kritisch beurteilt.

Konflikte / Internet / USA
29.11.2010 · 11:37 Uhr
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