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Nicht immer auf Linie: Promis wählen Präsidenten

Die Schauspielerin Nina Hoss wird von den Grünen als Wahlfrau in die Bundesversammlung entsandt.Großansicht
Berlin (dpa) - Bei der Bundespräsidentenwahl dürfen traditionell nicht nur Politiker, sondern auch Sportler, Musiker und Schauspieler mitentscheiden. Dieses Mal bleibt das Aufgebot an prominenten Nicht-Politikern aber begrenzt.

Das dürfte vor allem an der eher knappen Ausgangslage bei der Wahl und schlechten Erfahrungen mit allzu eigensinnigen Wahlleuten in der Vergangenheit liegen.

Aus der Sportler-Riege ist am Mittwoch im Berliner Reichstag der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees und einstige Weltklasse-Fechter, Thomas Bach, für die FDP dabei. Die Union entsendet unter anderem den früheren Olympia-Sieger in der Nordischen Kombination, Georg Hettich. Die SPD nominierte die mehrfachen Paralympics-Siegerinnen Verena Bentele und Hannelore Brenner.

Zudem stechen die Schauspieler Walter Sittler («Nikola» für die SPD), Nina Petri («Lola Rennt»/SPD), Nina Hoss («Elementarteilchen»/Grüne) sowie der Regisseur Sönke Wortmann (Grüne) heraus. Auch Unternehmer Hubert Burda (CDU), Verlegerin Friede Springer (CDU) und Rocksängerin Petra Zieger (CDU) sind dabei. Aus Sachsen reist der Sänger Sebastian Krumbiegel («Die Prinzen») für die SPD an.

Die Prominenten werden von den einzelnen Landtagsfraktionen der Parteien entsandt. Die Politik erhofft sich davon eine zusätzliche Aufmerksamkeit für die Wahl. Unvergessen ist allerdings die Unions-Blamage von 2004 mit Gloria von Thurn und Taxis. Die Regensburger Fürstin hatte auf CSU-Ticket nicht für den schwarz-gelben Kandidaten Horst Köhler, sondern für die SPD-Konkurrentin Gesine Schwan votiert - und dies auch publikumswirksam verkündet: «Sie sind eine wunderbare Frau. Ich habe Sie gewählt.»

Bundespräsident
29.06.2010 · 22:22 Uhr
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