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Newt Gingrich: Vordenker oder Mann von Gestern?

Newton Leroy Gingrich ging einst als Linksliberaler in die Politik, wechselte aber wegen Erfolglosigkeit ins rechte Lager. Foto: Cj GuntherGroßansicht

Washington (dpa) - Kein Präsidentschaftsbewerber erlebte in den vergangenen Monaten ein solches Auf und Ab wie Newt Gingrich. Mal lag der Wahlkampf des 68-Jährigen am Boden, dann wieder machten ihn die Umfragen zum Mitfavoriten.

Es ist nicht das erste Mal in seiner drei Jahrzehnte währenden politischen Karriere, dass für den promovierten Historiker Erfolg und Misserfolg so ganz nah beieinander liegen.

Newton Leroy Gingrich ging einst als Linksliberaler in die Politik, wechselte aber wegen Erfolglosigkeit ins rechte Lager und zog 1978 in den US-Kongress ein. Im Herbst 1994 führte er dort die «konservative Revolution» der Republikaner an, die ihn zum ersten konservativen Parlamentschef seit 40 Jahren kürten. Das Magazin «Time» machte ihn 1995 zum «Mann des Jahres».

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde er zum härtesten Gegenspieler des demokratischen Präsidenten Bill Clinton, erlebte aber nach glücklosen Jahren einen Abstieg in der Partei. Zuletzt hatte er sich mit Büchern und als Berater einen Namen gemacht.

Gingrich positioniert sich als konservative Alternative zu Mitt Romney. Sein politisches Programm besteht aus vielen Initiativen, von dem Bau einer Kolonie auf dem Mond bis zum Versprechen, mit seiner Energiepolitik den Benzinpreis deutlich zu senken. Auch will er Amerika außenpolitisch zu alter Stärke führen.

Sein Liebesleben mit Affären und der mittlerweile dritten Ehe machen es ihm schwer, von der Parteibasis nachhaltig ernst genommen zu werden. Doch Anhänger loben ihn für seine Zielstrebigkeit, für taktisches Geschick und für seinen scharfen Intellekt.

Wahlen / USA
06.03.2012 · 21:09 Uhr
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