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Neuer Versuch zur Eindämmung der Ölpest

Derzeit strömen täglich etwa 700 Tonnen Rohöl aus zwei Lecks ins Meer.Großansicht
New Orleans/Washington (dpa) - Im Golf von Mexiko wird ein neuer Versuch gestartet, die Ölpest in den Griff zu bekommen. Experten wollen auf dem abgerissenen Steigrohr in 1500 Meter Tiefe ein Ventil anbringen und ein zweites Rohr einführen, um das ausströmende Öl abzupumpen.

Dieser Versuch solle in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) beginnen, sagte BP-Sprecher im Krisenzentrum in Mobile (Alabama). Nähere Einzelheiten nannte er nicht. «Wir haben keinen genauen Zeitplan.» Unklar sei auch, wie lange die Operation dauern werde.

Bei einem Scheitern wollten die Experten zu einer anderen Option greifen: Dabei soll ein Stahlzylinder über das größte Leck gestülpt werden, der das Öl auffangen soll. Von dort solle es dann ebenfalls auf ein Schiff abgepumpt werden.

Nach dem Sinken der Bohrinsel «Deepwater Horizon» vor drei Wochen strömen täglich etwa 700 Tonnen Rohöl aus zwei Lecks ins Meer. Die Bohrinsel lag rund 70 Kilometer von der US-Küste entfernt. Bisher waren alle Versuche gescheitert, das Leck zu schließen.

Vor der Küste Louisianas treibt ein ausgedehnter Ölfilm, der unter anderen das Mississippi-Delta und das ökologisch empfindliche Marschland bedroht. Am Donnerstag gaben sich die Verantwortlichen aber erstmals optimistisch, dass einer der Optionen bereits am Wochenende erfolgreich sein könnte.

Website der am Einsatz beteiligten US-Behörden und Unternehmen: www.deepwaterhorizonresponse.com

Umwelt / USA
14.05.2010 · 08:18 Uhr
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