News
 

Neuer SPD-Chef Gabriel kritisiert Umgang mit Kurt Beck

Berlin (dts) - Der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat den Umgang seiner Partei mit dem Vorvorgänger an der Spitze der Sozialdemokratie, Kurt Beck, gegeißelt. "Der Schwielowsee und der Abgang Kurt Becks als Parteivorsitzender gehören nicht zu den Glanzlichtern der Sozialdemokratie. Das war eine bittere Sache", sagte Gabriel der Tageszeitung "Die Welt" in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Er fügte hinzu: "Aber die Behauptung, Franz Müntefering habe um jeden Preis ins Amt kommen wollen, gehört auch ins Reich der Märchen." Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck hatte den SPD-Vorsitz bei einem Krisentreffen im September 2008 am brandenburgischen Schwielowsee niedergelegt. Er beklagte damals, "Spindoctoren" aus den eigenen Reihen hätten seinen Rücktritt provoziert. Auf Beck an der Spitze der SPD folgte damals sein innerparteilicher Gegenspieler Müntefering. Gabriel hob nun die Bedeutung Becks für die SPD hervor. Der in Mainz mit absoluter Mehrheit regierende Beck verstehe Sorgen und Nöte, Ideen und Vorschläge seiner Bürger – "und verbindet sie mit einem politischen Konzept. Er ist im besten Sinne ein Kümmerer und betreibt eine hervorragende Bildungspolitik", sagte Gabriel der "Welt" und fügte hinzu: "Beck verfügt über eine enorme Sensibilität für die Menschen und für die Partei. Wir können viel von ihm lernen. Ich werde ihn oft um Rat bitten."
DEU / Parteien
22.11.2009 · 14:14 Uhr
[1 Kommentar]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
24.05.2017(Heute)
23.05.2017(Gestern)
22.05.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen