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Neuer Generalsekretär Lindner soll FDP profilieren

Bundesentwicklungshilfeminister Niebel (l) und der Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen, Lindner.Großansicht
Berlin (dpa) - Der erst 30-jährige Christian Lindner soll als neuer Generalsekretär das Profil der FDP in der schwarz-gelben Koalition schärfen.

Der Bundesvorstand der FDP akzeptierte einstimmig den Vorschlag von Parteichef Guido Westerwelle für die Nachfolge von Dirk Niebel, der inzwischen Entwicklungshilfeminister geworden ist. Lindner bleibt nebenher bis zum 13. März Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen. In NRW wird im Mai ein neuer Landtag gewählt.

Westerwelle bezeichnete Lindner als «eines der größten jungen Talente» der Partei. «Es ist mir wichtig, dass wir einen Generalsekretär haben, der auch die Programmdebatte mit Tiefgang inspiriert und gleichzeitig moderiert.» Die FDP will im kommenden Jahr mit der Arbeit an einem neuen Parteiprogramm beginnen.

Linder selbst will die FDP als «eigenständige Gestaltungskraft» in der Koalition mit der Union profilieren. Die Parteispitze müsse sich als «Denkfabrik» verstehen. Als ausdrückliches Ziel nannte er auch, die 73 000 Mitglieder der FDP für die Regierungspolitik zu gewinnen. Parteisprecher wird Wulf Oehme, der bisher Vize von Sprecher Robert von Rimscha war. Dieser wechselt in den Planungsstab des Auswärtigen Amts.

Lindner hatte sich bereits in den vergangenen Jahren für eine stärkere programmatische Ausrichtung der FDP engagiert. Zusammen mit dem heutigen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler legte er Vorschläge für eine neue Wertediskussion vor. Die Berufung Lindners muss noch vom nächsten Parteitag der FDP bestätigt werden, der Ende April in Bonn stattfindet.

Mit erst 30 Jahren hat der Rheinländer in der FDP eine Blitzkarriere gemacht. In seinem Heimatwahlkreis nahe Köln holte er bei der Bundestagswahl gut 19 Prozent an Zweitstimmen. Lindner war schon Jüngster im Düsseldorfer Parlament, als er im Jahr 2000 Abgeordneter wurde. Der Politologe schreibt noch an seiner Doktorarbeit. Der Bundesvorsitzende der Julis, Johannes Vogel, forderte Lindner auf, die FDP programmatisch vor allem bei den Themen Umwelt und Sozialpolitik zu profilieren.

Parteien / FDP / Personalien
14.12.2009 · 15:20 Uhr
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