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Neue Proteste gegen G20-Gipfel in Seoul

Demonstranten protestieren gegen den G20-Gipfel in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Seoul (dpa) - In Südkorea haben erneut tausende Globalisierungsgegner gegen das G20-Gipfeltreffen in Seoul protestiert.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 10 000 Demonstranten, darunter Studenten und Mitglieder von rund 80 nicht-staatlichen Organisationen und Gewerkschaften, an einer der Kundgebung in der Innenstadt teil. Die Polizei sprach von 3000 bis 3500 Teilnehmern.

Stunden zuvor war es in der Nähe des G20-Tagungsorts im Süden der Stadt zu einem Zwischenfall gekommen, als eine Frau versucht hatte, sich mittels Farbverdünner selbst anzuzünden. Sie habe mit der Aktion gegen den Gipfel protestieren wollen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Sicherheitskräfte seien jedoch rechtzeitig eingeschritten, um Schlimmeres zu verhüten. Die 38 Jahre alte Frau sei anscheinend geisteskrank.

Ein geplanter Marsch der Demonstranten vom Kundgebungsort am Seouler Bahnhof zum nahe gelegenen Nationalmuseum, wo die Staatsgäste zum Auftakt des zweitägigen Gipfels zu einem Arbeitsdinner zusammenkamen, kam nicht zustande. Die Veranstalter sprachen dennoch von einem Erfolg: «Wir haben unsere Botschaft an die G20-Teilnehmer und die koreanische Regierung vermitteln können», sagte Lee Chang Geun von der Gruppe Korean People's G20 Response Action (G20-Reaktionsaktion der Koreaner).

Die Teilnehmer forderten unter anderem Jobsicherheit, eine faire Verteilung des Wohlstands sowie die Rücknahme von Plänen der USA und Südkoreas, ein bilaterales Freihandelsabkommen zu ratifizieren. «Stopp G20!» und «Stoppt, dass die Menschen für die (Finanz-)Krise bezahlen», war auf Plakaten zu lesen. Am Sonntag hatten etwa 20 000 Menschen an einer Anti-G20-Kundgebung in Seoul teilgenommen. Mehr als 50 000 Beamte setzt die südkoreanische Polizei zum Schutz der Gipfelteilnehmer ein.

G20 / Gipfel
11.11.2010 · 22:32 Uhr
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