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Neue «Palästina-Dokumente» erhöhen Druck auf Abbas

Die Palästinenser sollen bei den Verhandlungen unter anderem bereit gewesen sein, Israel die meisten jüdischen Viertel auch im arabischen Ostteil Jerusalems abzutreten. (Archivbild)Großansicht

Tel Aviv/Ramallah (dpa) - Die Veröffentlichung neuer brisanter Einzelheiten über die Nahost-Friedensverhandlungen setzt die Palästinenserführung weiter unter Druck.

Der arabische Fernsehsender «Al-Dschasira» und die britische Tageszeitung «Guardian» veröffentlichten am Dienstag weitere Details aus rund 1600 Geheimdokumenten, die die Bereitschaft der palästinensischen Unterhändler zu weitreichenden Zugeständnissen zeigen.

Demnach sollen sich die palästinensischen Unterhändler abgefunden haben, dass nur 10 000 der 4,766 Millionen offiziell registrierten palästinensischen Flüchtlinge und Vertriebene nach Israel zurückkehren dürfen. Israels ehemaliger Ministerpräsident Ehud Olmert soll ein entsprechendes Angebot unterbreitet haben. Die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice wird mit der Überlegung zitiert, dass palästinensische Flüchtlinge eine neue Heimat beispielsweise in Argentinien und Chile finden könnten.

Nach anderen Dokumenten soll aus der israelischen Verhandlungsdelegation der Vorschlag gekommen sein, dass im Zuge eines Gebietsaustausches einige in Israel liegende arabische Dörfer an das palästinensische Westjordanland abgetreten werden. Der palästinensische Unterhändler Ahmed Kureia lehnte dies mit den Worten ab: «Alle Araber in Israel werden gegen uns sein».

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat bezeichnete Berichte über die Bereitschaft zu Zugeständnissen in der Flüchtlingsfrage als falsch.

Konflikte / Nahost
25.01.2011 · 11:43 Uhr
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