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Neue Angst vor ETA-Terror in Spanien

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Madrid (dpa) - Gut vier Monate nach der Serie von Anschlägen der ETA auf der Ferieninsel Mallorca macht sich in Spanien wieder Angst vor dem Terror der baskischen Untergrundorganisation breit.

Die ETA plant angeblich für die Zeit der spanischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2010 zwei große Terroranschläge. Dies gehe aus internen Unterlagen der Organisation hervor, die die Polizei sichergestellt habe, berichtete die spanische Presse am Mittwoch.

Das Madrider Innenministerium ordnete für die Sicherheitskräfte eine erhöhte Alarmbereitschaft an. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba hatte zuvor gewarnt, dass die ETA nach Erkenntnissen der Ermittler möglicherweise die Entführung eines Prominenten plane. Die Warnung löste jedoch eine Welle der Kritik aus. Die Polizeigewerkschaften warfen dem Minister vor, die Bevölkerung in Unruhe zu versetzen. Es hätte ausgereicht, wenn der Minister die zuständigen Polizei-Einheiten von den angeblichen Terror-Plänen der ETA unterrichtet hätte.

Die ETA, die von der EU und den USA als Terror-Organisation eingestuft wird, war seit ihrer Serie von Bombenanschlägen im August auf Mallorca kaum mehr in Erscheinung getreten. Die Bombenleger von der Balearen-Insel konnten bislang nicht ermittelt werden. Allerdings wurden seither mehrere führende Mitglieder der ETA festgenommen.

Die Sicherheitsexperten gehen nun davon aus, dass die Organisation mit spektakulären Anschlägen Stärke beweisen möchte. Der letzte große Bombenanschlag der ETA liegt genau drei Jahre zurück. Am 30. Dezember 2006 hatten ETA-Terroristen eine Autobombe auf dem Madrider Großflughafen Barajas gezündet. Dabei wurden zwei Menschen getötet und ein Parkhaus völlig zerstört.

Terrorismus / ETA / Spanien
30.12.2009 · 12:37 Uhr
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