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Neonazis nach Zuganschlag in Russland in Haft

Sprengstoffanschlag auf Bahn in St. PetersburgGroßansicht
Moskau (dpa) - Zwei russische Neonazis sind wenige Tage nach einem Sprengstoffanschlag auf die Bahn in St. Petersburg als mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Die 19 und 20 Jahre alten Mitglieder einer rechtsradikalen Gruppe sollen zudem für den Mord an einem Ghanaer Ende vergangenen Jahres verantwortlich sein. Das meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf einen nicht genannten Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden. Die Neonazi-Gruppe hatte sich im Internet zu dem Anschlag bekannt und zuvor bereits mit einem Video des Angriffs auf den Afrikaner am 25. Dezember geprahlt.

In der zweitgrößten russischen Stadt war am Dienstag ein Lokfüher schwer verletzt worden, als nahe dem Baltischen Bahnhof ein Sprengsatz mit einer Wucht von 200 Gramm TNT neben seiner Lokomotive explodierte. Bereits 2007 und 2009 waren auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg zwei schwere Anschläge auf den Luxuszug «Newski Express» verübt worden. Dabei starben im November vergangenen Jahres 28 Menschen, 90 Passagiere wurden verletzt. Bei dem Attentat im August 2007 waren etwa 20 Menschen verletzt worden. Die russische Regierung hatte mehrfach auf die Terrorgefahr im ganzen Land hingewiesen und die Menschen zu Wachsamkeit aufgerufen. In Russland sind große Mengen an Sprengstoff in den Händen krimineller Banden.

Kriminalität / Extremismus / Russland
06.02.2010 · 15:58 Uhr
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