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Neonazi-Terrorzelle hatte Unterstützer in Sachsen

Leipzig/Johanngeorgenstadt (dpa) - Die für eine Mordserie verantwortlich gemachte Neonazi-Terrorzelle hatte nach einem Medienbericht auch in Sachsen einen Unterstützer.

Das ARD-Magazin «Fakt» berichtet an diesem Dienstag, dass der in Johanngeorgenstadt lebende Neonazi Matthias D. die Wohnung in Zwickau angemietet habe, in der die Verdächtige Beate Zschäpe von Frühjahr 2001 bis Sommer 2008 unter falschem Namen lebte.

Zudem sei der 34-Jährige nach Angaben des Vermieters auch alleiniger Mieter jener Wohnung gewesen, in der Zschäpe mit ihren Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zuletzt Unterschlupf fand. Nach Recherchen von «Fakt» ging die Miete von einem Konto ab, das auf den Namen von Matthias D. geführt wurde. Ein ehemaliger Schulkamerad habe berichtet, dass Matthias D. schon seit Jahren ein überzeugter Neonazi sei.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte nicht sagen, ob der Mann im Visier der Ermittler ist. «Wir ermitteln intensiv in sämtliche Richtungen», hieß es. An Spekulationen beteilige man sich nicht. Auch zu möglichen Verbindungen der Neonazi-Terrorzelle zur NPD äußerte sich die Behörde nicht. «Unsere Ermittlungen erstrecken sich selbstverständlich auch auf das Umfeld der Täter», teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Kriminalität / Extremismus / Mordserie
15.11.2011 · 14:13 Uhr
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