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Nachdenken über Rente mit 69 löst Proteststurm aus

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Düsseldorf (dpa) - Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lehnt die Berechnungen der Bundesbank zur Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre kategorisch ab. «Wer jetzt die Rente mit 69 fordert, zeigt, dass er sich weit von der Lebenswirklichkeit der Rentner entfernt hat.»

Dies sagte er der in Düsseldorf erscheinenden «Westdeutschen Zeitung». Laumann ist auch Bundeschef der Unions-Arbeitnehmerorganisation CDA. Anstatt ein immer höheres Renteneintrittsalter zu fordern, gehe es in den nächsten Jahren darum, das Rentenalter auf 67 zu bringen. Dazu müssten altersgerechte Arbeitsplätze geschaffen werden. «Wer die Rente mit 67 durchsetzen will, sollte nicht durch immer neue, völlig unrealistische Forderungen die Menschen verunsichern», betonte er.

Die Bundesbank hatte mit einer Veröffentlichung in ihrem Monatsbericht zur Rentenpolitik einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Darin rechnete sie vor, dass eine weitere Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 69 Jahre bis 2060 unter bestimmten Bedingungen notwendig sei, weil die Lebenserwartung weiter zunehmen dürfte. Nach den heftigen Reaktionen stellte die Notenbank klar, dass sie nicht die Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre gefordert, sondern nur Zusammenhänge der demografischen Entwicklung erklärt habe.

Auch der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Gerald Weiß (CDU), kritisierte die Bundesbank. «Der Vorschlag ist unangebracht und verwirrt nur die Menschen», sagte er der «Thüringer Allgemeinen» aus Erfurt.

Soziales / Rente
22.07.2009 · 07:26 Uhr
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