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Nach Tragödie vor Lampedusa: Menschenschmuggler festgenommen

Holzkreuze für unbekannte Flüchtlinge, die vor der Küste von Lampedusa ihr Leben verloren. Foto: Ettore Ferrari/ArchivGroßansicht

Rom (dpa) - Knapp fünf Wochen nach der Flüchtlingstragödie von Lampedusa hat die italienische Polizei einen der mutmaßlich verantwortlichen Menschenschmuggler festgenommen.

Der 24-jährige Somalier wird verdächtigt, die gefährliche Überfahrt mitorganisiert zu haben, bei der am 3. Oktober 336 Flüchtlinge ertranken. Das teilte die Polizei der sizilianischen Stadt Agriegento mit. Flüchtlinge in Lampedusa hätten den Menschenschmuggler erkannt und versucht, ihn zu lynchen.

Dem Mann werden eine Reihe von Verbrechen zur Last gelegt, unter anderem Vergewaltigung und Entführung. Überlebende hatten berichtet, alle weiblichen Passagiere seien von Mitgliedern der Schmugglerbande vergewaltigt worden, sagte Polizeichef Corrado Empoli. Andere Überlebende berichteten von Folter.

Migration / Italien
08.11.2013 · 13:09 Uhr
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