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Nach Terroranschlag im Nordkaukasus jetzt 21 Tote

Selbstmordanschlag im NordkaukasusGroßansicht
Moskau (dpa) - Nach dem Terroranschlag in der russischen Teilrepublik Inguschetien im Nordkaukasus ist die Zahl der Toten auf 21 gestiegen. In der Nacht sei ein weiteres Opfer des Selbstmordattentats an seinen Verletzungen gestorben, teilten die Einsatzkräfte mit.

Insgesamt waren bei dem blutigsten Anschlag im Nordkaukasus seit Jahren in der inguschetischen Stadt Nasran gestern etwa 140 Menschen, darunter auch Kinder, verletzt worden.

Zahlreiche Überlebende wurden zur Behandlung nach Moskau geflogen, da Krankenhäuser in der Region überlastet waren. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama hatten den Terroranschlag verurteilt.

Ein mutmaßlicher islamistischer Untergrundkämpfer hatte einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster auf den Hof des Nasraner Polizeihauptquartiers gesteuert und dort die Bombe gezündet. Die Explosion riss einen tiefen Krater in den Boden, Gebäude im Radius von einem halben Kilometer wurden durch die Druckwelle zerstört. Nach letzten Angaben vom Dienstag war die Sprengkraft mit einer Wucht von rund 400 Kilogramm TNT etwa doppelt so hoch wie zunächst angenommen.

Die Gewalt im Nordkaukasus, wo auch die russischen Teilrepubliken Tschetschenien und Dagestan liegen, hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Immer wieder werden hochrangige Staatsbeamte und auch Menschenrechtler Opfer der Gewalt zwischen islamistischen Rebellen, kriminellen Banden und russischen Sicherheitskräften.

Konflikte / Kaukasus / Russland
18.08.2009 · 07:37 Uhr
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