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Nach Stasifall: Dresdner Hannah-Arendt-Institut steht vor Neuausrichtung

Dresden (dts) - Das durch einen Stasifall ins Gerede gekommene Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) an der TU Dresden wird sich inhaltlich neu ausrichten. Institutsdirektor Günther Heydemann sagte der Wochenzeitung "Die Zeit": "Ich habe einen Richtungswechsel veranlasst - hin zur NS-Geschichte" Bisher habe die "Aufarbeitung" der DDR-Vergangenheit Vorrang gehabt. "Nun hat sich aber in der Forschung eine gewisse Sättigung eingestellt: Die Strukturen der SED-Herrschaft liegen weitgehend offen, und auch in der Alltags- und Sozialgeschichte sehe ich kaum noch Lücken", so Heydemann.

Er räumte ein, dass das Hannah-Arend-Institut "ein Imageproblem" habe. Ende 2010 wurde ein langjähriger HAIT-Mitarbeiter wegen Stasi-Verstrickungen entlassen. Zwar habe der spektakuläre Stasifall das Ansehen des HAIT beschädigt, aber "auf dem Feld der Wissenschaft sehe ich bei uns absolut keine Krise", so Heydemann.
DEU / Bildung / Gesellschaft
27.04.2011 · 13:48 Uhr
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