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Nach Parlamentsauflösung droht Diktatur in Niger

Kinder in NigerGroßansicht
Niamey (dpa) - Im Saharastaat Niger droht nach der Auflösung des Parlaments ein Ende der Demokratie. Gegner des Präsidenten Mamadou Tandja warfen ihm am Mittwoch vor, eine Diktatur in dem uranreichen Land errichten zu wollen.

Der 70-Jährige Tandja hatte am Dienstag die Parlamentarier abberufen, nachdem er mit einer Verfassungsänderung, die ihm eine dritte Amtszeit ermöglichen sollte, vor Gericht gescheitert war. Die Justiz vereitelte den Versuch des Präsidenten, sich per Volksabstimmung unter den 13 Millionen Einwohnern Nigers den Weg zum Machterhalt zu ebnen.

Nach zwei Regierungszeiten über insgesamt zehn Jahre muss Tandja laut Gesetz in diesem Jahr sein Amt aufgeben. Beobachter erwarten aber, dass er weitere Schritte unternehmen wird, um an der Macht zu bleiben.

«Er will eine Art Königreich errichten, was nicht sein kann - Niger ist eine Republik», sagte der Menschenrechtler Abdoul Kamara Dine dem britischen Fernsehsender BBC. Tandja sei korrumpiert von der Macht. Erst vor kurzem waren im Norden Nigers die Vorbereitungen für die Ausbeutung der größten Uranmine Afrikas begonnen worden.

Innenpolitik / Niger
27.05.2009 · 14:28 Uhr
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