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Nach Mladic-Festnahme: Präsident Tadic verlangt für Serbien Status als EU-Beitrittskandidat

Belgrad (dts) - Nach der Überstellung des vergangene Woche verhafteten mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat der serbische Staatspräsident Boris Tadic die EU aufgefordert, sein Land in den Rang eines EU-Beitrittskandidaten zu erheben. Außerdem müsse der Balkanstaat ein Datum für den Beginn von Beitrittsverhandlungen erhalten. "Serbien hat die gleiche Behandlung wie unser Nachbarland Kroatien verdient, dem gleichzeitig der Kandidatenstatus und das Datum für den Beginn von Beitrittsverhandlungen verliehen wurde", sagte Tadic in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Dies sei nur fair, weil Kroatien seinerzeit zum Beitrittskandidaten ernannt wurde, obwohl es den vom Haager Tribunal kroatischen General Ante Gotovina noch nicht ausgeliefert hatte. "Es gibt keinerlei Grund, Serbien anders zu behandeln. Wir fordern keinen serbischen Sonderweg zur EU. Wir wollen nicht außerhalb der Warteschlange vorgelassen werden. Wir fordern nur das, was auch alle anderen Länder erhalten haben - eine positive Reaktion der EU darauf, dass wir die Kriterien erfüllen", so Tadic.
Serbien / Justiz / Weltpolitik
03.06.2011 · 06:56 Uhr
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