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Nach McChrystal-Skandal: Strengere Presse-Regeln

Nach dem Skandal um den Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, gelten für das US-Militär künftige strengere Regeln im Umgang mit der Presse.Großansicht
Washington (dpa) - Für das amerikanische Militär gelten im Umgang mit der Presse künftig strengere Regeln - eine Folge des Skandals um den geschassten Top-Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal.

Verteidigungsminister Robert Gates habe alle hochrangigen Heeresmitarbeiter aufgefordert, Interviews und öffentliche Auftritte künftig vorab beim Pentagon anzumelden. Das gelte für jegliche Öffentlichkeitsarbeit, die von nationalem oder internationalem Interesse sein könnte, berichteten US-Medien am Freitag (Ortszeit).

Mit dieser Order reagierte Gates auch auf das PR-Desaster, das ein Porträt über McChrystal im Musikmagazin «Rolling Stone» vor fast zwei Wochen ausgelöst hatte. In dem Zeitschriften-Artikel hatten sich der General und enge Vertraute abfällig über Regierungsmitglieder und Diplomaten geäußert. So hatte beispielsweise ein Mitglied von McChrystals Team den Nationalen Sicherheitsberater James Jones als «Clown» bezeichnet. Präsident Barack Obama hatte sich darauf von dem Oberbefehlshaber in Afghanistan getrennt.

Gates habe das Memorandum über die Pressearbeit am Freitag unterzeichnet - es sei aber schon vor dem Vorfall in Arbeit gewesen, hieß es. In dem drei Seiten langen Papier schreibt er, das Militär müsse zwar so offen, ansprechbar und transparent wir möglich sein. «Aber gleichzeitig bin ich darüber beunruhigt, dass es im Umgang mit den Medien nachlässig geworden ist und oft den geltenden Regeln zuwiderhandelt.» Insbesondere müsse verhindert werden, dass vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Konflikte / Afghanistan / USA
03.07.2010 · 13:19 Uhr
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