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Nach Attacke: Papst ruft zum Frieden auf

Papst Benedikt VI. zelebriert die Weihnachtsmette im Petersdom. Kurz zuvor hatte eine Frau versucht, sich auf ihn zu stürzen.Großansicht
Rom (dpa) - Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft zu Solidarität und einem friedlichen Zusammenleben in der Welt auch in Zeiten der Krise aufgerufen.

Benedikt verlas seine Botschaft zum Weihnachtsfest 14 Stunden nach seinem Sturz im Petersdom - eine Frau hatte sich vor der Messe auf ihn geworfen und zu Boden gerissen. Der Papst überstand den Vorfall unverletzt und zeigte sich auch für die Weihnachtsansprache gelassen und ruhig auf der Loggia des Petersdoms. Auf den Angriff zu Beginn der Weihnachtsmesse ging er nicht ein.

Vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz setzte sich das Oberhaupt der Katholiken dafür ein, die Logik der Gewalt und Rache aufzugeben und die unveräußerlichen Rechte jedes Menschen zu achten. Das solidarische «Wir» der Kirche, der weltweiten Familie der Christen, könne der krisengeschüttelten Menschheit Hoffnung geben.

Benedikt sprach von der Menschheit, «die tief von einer schweren wirtschaftlichen, aber mehr noch von einer moralischen Krise und den schmerzlichen Wunden von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist.» Es seien aber alle trotz der Tragödien, Prüfungen und Probleme zur Hoffnung berufen: «In Europa und in Nordamerika spornt das "Wir" der Kirche dazu an, eine egoistische und technokratische Mentalität zu überwinden.» Man müsse «das Gemeinwohl fördern und die schwächsten Personen, beginnend mit den noch nicht Geborenen, achten.»

Benedikt sprach von der Menschheit, «die tief von einer schweren wirtschaftlichen, aber mehr noch von einer moralischen Krise und den schmerzlichen Wunden von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist.» Es seien aber alle trotz der Tragödien, Prüfungen und Schwierigkeiten zur Hoffnung berufen: «In Europa und in Nordamerika spornt das "Wir" der Kirche dazu an, eine egoistische und technokratische Mentalität zu überwinden.» Außerdem geht es dem Papst darum, «das Gemeinwohl zu fördern und die schwächsten Personen, beginnend mit den noch nicht Geborenen, zu achten.» Bei Konflikten etwa in asiatischen Ländern könne die Kirche «Sauerteig der Versöhnung und des Friedens» sein.

Den bei frühlingshaften Temperaturen versammelten Katholiken rief Benedikt zu, es sei ein großes Geschenk, «zu einer Gemeinschaft zu gehören, die für alle da ist.» Er setzte sich vor allem für eine Friedenslösung im Heiligen Land ein und erwähnte «die bedrängte Situation im Irak und jener kleinen Herde von Christen in dieser Region». Die Kirche sorge sich um die, die in Asien, Afrika und Lateinamerika unter Gewalt und Unfrieden leiden müssten. «Solidarisch ist die Kirche mit denen, die von den Naturkatastrophen und der Armut getroffen sind, auch in den Überflussgesellschaften», fügte er an.

Benedikt erteilte dann den traditionellen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis) und fügte Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen an. Auf Deutsch sagte er: «Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!»

Kirchen / Weihnachten / Vatikan
25.12.2009 · 13:42 Uhr
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