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Nach Amoklauf von Ansbach: Debatte über Sicherheit an Schulen erneut entbrannt

Ansbach (dts) - Nach dem Amoklauf am Gymnasium Carolinum in Ansbach ist in Deutschland erneut eine Debatte über die Sicherheit in Schulen entbrannt. Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein "flächendeckendes Frühwarnsystem" an den Schulen. Nur so könnten Taten wie in Ansbach in Zukunft verhindert werden. Zudem müsste an den deutschen Schulen für mehr Betreuung gesorgt werden. "In jede Schule in Deutschland gehören mindestens ein Sozialarbeiter und ein Psychologe", forderte Wendt. Dies sei nach allen politischen Versprechungen nach Erfurt und Winnenden jedoch noch immer nicht geschehen. Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, sprach sich für eine Erhöhung der Zahl der Schulpsychologen aus. Zurzeit müsse ein Psychologe durchschnittlich 10.000 Schüler betreuen. Zudem forderte Kraus "flächendeckende Schulungen von Klassensprechern", um diese für "mögliche Probleme und Außenseiter in ihren Klassen zu sensibilisieren". Ein 18-jähriger Schüler der 13. Klasse hatte gestern in Ansbach insgesamt acht Schüler und einen Lehrer mit Molotowcocktails und einer Axt teilweise schwer verletzt. Eine Schülerin der elften Klasse hatte der Täter mit der Axt auf den Kopf geschlagen. Das Mädchen schwebt immer noch in Lebensgefahr. Eine Neuntklässlerin erlitt schwere Brandwunden.
DEU / Amoklauf / Schule
18.09.2009 · 09:35 Uhr
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