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Mutmaßlicher Wikileaks-Informant vor Militärgericht

Vor einem US-Militärgericht beginnt die Anhörung des Obergefreiten Bradley Manning, der der Enthüllungsplattform Wikileaks US-Geheimdienstdokumente zugespielt haben soll. Foto: Oliver BergGroßansicht

Washington (dpa) - Vor einem US-Militärgericht beginnt heute die Anhörung des Obergefreiten Bradley Manning. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Stationierung in Bagdad US-Geheimdienstdokumente aus Computern gezogen und sie dann der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt zu haben.

Die spätere Veröffentlichung der Papiere unter anderem über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie interne diplomatische Kommunikationen hatte weltweit für Wirbel gesorgt.

Die Anklage wirft dem 23-jährigen Manning vor, mit seinem Vorgehen dem Feind in die Hände gespielt und das Leben von Kameraden gefährdet zu haben. In der mehrtägigen Anhörung soll geklärt werden, ob die Beweise für die Eröffnung eines Militärprozesses ausreichen. Kommt es dazu, könnte Manning im Falle eines Schuldspruchs lebenslang hinter Gittern landen.

Justiz / Internet / Verteidigung / USA
16.12.2011 · 07:06 Uhr
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