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Muslime: Auch Thema Islamfeindlichkeit diskutieren

Bundesinnenminister Friedrich will über Strategien gegen islamistische Gewalt beraten.Großansicht

Berlin (dpa) - Der Zentralrat der Muslime hat davor gewarnt, die Themen Islam und Extremismus miteinander zu vermischen. Es müsse deutlich werden, dass von den Moscheen keine Gefahr ausgehe und dass es dort keinen Platz für religiöse Extremisten gebe.

Das sagte der Rats-Vorsitzende Aiman Mazyek am Freitag bei dem vom Bundesinnenministerium initiierten «Präventionsgipfel» mit Muslimen und Sicherheitsvertretern in Berlin.

Mazyek erinnerte daran, dass es bereits seit dem Jahr 2005 eine Zusammenarbeit des Zentralrates mit dem Bundeskriminalamt und dem Bundesverfassungsschutz gibt. «Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass Muslime hier nicht das Problem sind, sondern Teil der Lösung.» Zugleich mahnte er, auch das Thema Islamfeindlichkeit nicht aus dem Blick zu verlieren. Anschläge auf Moscheen und gewalttätige Übergriffe seien keine Einzelfälle und bereiteten den Muslimen Sorge.

Mazyek sagte, in den vergangenen Jahren habe es beim Thema Islam einen starken Schwerpunkt auf die Sicherheitspolitik gegeben. Künftig müsse wieder die Integration von Muslimen stärker in den Fokus rücken. Die beste Prävention gegen Extremismus bestehe darin, Muslimen die Möglichkeit zu geben, ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu finden.

Innere Sicherheit / Islam
24.06.2011 · 14:33 Uhr
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