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Muslim-Zentralrat: Für Kreuz und Kopftuch

Ayyub Axel Köhler ist Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD).Großansicht
Köln (dpa) - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich ausdrücklich für Kreuze an Schulen ausgesprochen. «Die Religion soll im öffentlichen Raum sichtbar sein, das gilt für alle Religionen», sagte der ZMD-Vorsitzende Ayyub Axel Köhler und nannte ausdrücklich auch den Islam.

Er reagierte damit auf die inzwischen relativierte Äußerung der CDU-Politikerin Aygül Özkan, die sich zunächst für die Verbannung aller Religionssymbole aus Schulen ausgesprochen hatte. «Wir leben doch in einem zutiefst christlich geprägten Land, in einer zutiefst christlich geprägten Kultur. Da sollte die Religion auch öffentlich sichtbar bleiben», sagte Köhler der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Köln.

Das gelte auch für den Islam und das Kopftuch als ein Zeichen der Religionsausübung muslimischer Frauen. «Wenn wir Religion aus dem öffentlichen Raum verbannen wollen, stellen wir unsere säkulare Verfassung infrage, da sehe ich das Kernproblem.» Der Staat verhalte sich gegenüber den Religionsgemeinschaften neutral, sei aber zur Kooperation mit ihnen verpflichtet, erklärte der Zentralratsvorsitzende. «Unsere Verfassung ist geradezu eine ideale, die ich vehement verteidige und die ich in Gefahr sehe, wenn wir Religion und Zeichen von Religion im öffentlichen Raum nicht mehr sichtbar machen.»

Vor Özkans Ernennung zur Sozialministerin hatte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (beide CDU) bereits klargestellt, dass die Landesregierung Kreuze an Schulen weiter begrüßt und Özkan dies akzeptiert.

Landtag / Kabinett / Niedersachsen / Schulen / Integration
27.04.2010 · 11:55 Uhr
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