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Muslim-Vertreter fordert Anti-Rassismusbeauftragten

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, setzt sich für einen Anti-Rassismusbeauftragten auf Bundesebene ein. Der Beauftragte solle jährlich über Fort- oder Rückschritte berichten, sagte Mazyek am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Am Tag der Gedenkfeier für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle kritisierte Mayzek, dass niemand die politische Verantwortung für die Taten übernehme. «Diese Frage wird in diesem Zusammenhang kaum gestellt. Es scheint, als wäre das ein Tabu. Es waren Morde aus politischen Motiven», sagte Mayzek. Daher müsse es auch jemanden geben, der die Verantwortung dafür übernehme.

Dem designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck müsse man Zeit geben, das Thema Integration anzugehen, sagte Mayzek. «Wir brauchen einen Bundespräsidenten, der in der Lage ist, zu versöhnen und nicht zu spalten, und da muss und wird der neue Bundespräsident sich sicherlich bewähren und er soll eine faire Chance dafür erhalten».

Bei der Gedenkveranstaltung in Berlin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die zentrale Ansprache halten. Der ursprünglich vorgesehene Hauptredner, Bundespräsident Christian Wulff, war am Freitag zurückgetreten. Sein designierter Nachfolger Gauck wird an der Veranstaltung als Gast teilnehmen und keine Rede halten.

Extremismus / Kriminalität
23.02.2012 · 10:27 Uhr
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