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Murdoch weist Verantwortung für Skandal zurück

London (dpa) - Medienmogul Rupert Murdoch hat die Verantwortung für den Skandal um Abhör- und Bestechungsmethoden bei seiner Zeitung «News of the World» zurückgewiesen.

Auf die Frage, wer letztendlich schuld sei, sagte er am Dienstag vor einem Ausschuss von britischen Parlamentariern in London: «Die Leute, denen ich vertraut habe, und dann vielleicht die Leute, denen diese vertraut haben.»

Murdoch gab zu, dass er bei Besuchen am Regierungssitz Downing Street 10 häufiger durch die Hintertür hereingelassen worden sei. Mitarbeiter des jeweiligen Premierministers hätten das so arrangiert. Warum, wisse er nicht, aber vermutlich, um die Fotografen zu umgehen.

Vom derzeitigen Premierminister David Cameron sei er nach dessen Wahlsieg «auf eine Tasse Tee» eingeladen worden - als Dank für die Unterstützung im Wahlkampf. «Es gab dabei kein anderes Gespräch», sagte Murdoch.

Sein Massenblatt «The Sun» hatte sich vor den Parlamentswahlen im Mai 2010 auf die Seite von Camerons Konservativen geschlagen und der sozialdemokratischen Labour-Partei den Rücken gekehrt. Cameron steht wegen enger Beziehungen zu Mitarbeitern von Murdochs britischem Konzernarm News International unter Druck.

Medien / Kriminalität / Großbritannien
19.07.2011 · 21:47 Uhr
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