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Moskaus Bürgermeister verbietet Schwulenparade

Wowereit und LuschkowGroßansicht
Moskau (dpa) - Der als Gegner von Homosexuellen bekannte Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hat eine im Mai geplante «Gay Parade» in Europas größter Stadt verboten und als «Blasphemie» bezeichnet. Aktionen «destruktiver Sekten» dürften nicht geduldet werden, sagte Luschkow am Montag.

Das meldete die Agentur Itar-Tass. «Wir haben solch eine Parade noch nie genehmigt und wir werden sie auch in Zukunft nicht erlauben.» Dies sei der Wille der Moskauer, sagte der Bürgermeister. Er verurteilte Kundgebungen von Schwulen und Lesben erneut als «satanische Handlungen».

Vor dem Eurovision Song Contest (ESC) in Moskau im vergangenen Mai hatten mit Schlagstöcken bewaffnete Einheiten der Sonderpolizei OMON Dutzende Homosexuelle bei einer nicht genehmigten Demonstration festgenommen und teilweise brutal misshandelt. Menschenrechtler kritisierten das Vorgehen der Polizei als unverhältnismäßig. 2006 war der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck bei einer verbotenen Parade in Moskau niedergeschlagen worden war. Homosexualität ist in Russland straffrei.

Gesellschaft / Homosexualität / Russland
26.01.2010 · 06:52 Uhr
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