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Mordende Neonazis schockieren in vielen Staaten

Berlin (dpa) - In vielen Staaten gehen brutale Gewalttaten auf das Konto von Neonazis.

In NORWEGEN erschütterte Anders Behring Breivik mit seinem Massenmord das Land: Der Rechtsextremist und Islamhasser tötete am 22. Juli bei einem Massaker auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers. Zuvor hatte eine von ihm im Osloer Regierungsviertel platzierte Autobombe acht Menschen getötet.

In SCHWEDEN machte 1991 und 1992 ein Täter mit einem Gewehr Jagd auf dunkelhäutige Menschen. Ein Iraner starb, weitere Opfer wurden schwer verletzt. 1994 wurde der Mann in Stockholm wegen Mordes und neun Mordversuchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Dezember 2010 wurde ein Täter gefasst, der zwischen 2003 und 2010 in Malmö auf dunkelhäutige Menschen geschossen haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht von dreifachem Mord und zehn Mordversuchen aus.

In RUSSLAND gibt es nach Regierungsangaben gut 150 rechtsextreme, ausländerfeindlich und gewaltsam agierende Gruppen mit zusammen rund 10 000 Mitgliedern. Jedes Jahr werden Dutzende Menschen vor allem aus Zentralasien und dem Kaukasus getötet. Im Juli wurden zwölf Mitglieder einer Neonazi-Bande wegen 27 rassistisch motivierter Morde zu langen Haftstrafen verurteilt.

In UNGARN richtet sich der Hass der Neonazis vor allem gegen Roma. 2008 und 2009 gab es eine Serie von Anschlägen mit sechs Toten. Vier mutmaßliche Täter wurden gefasst. Paramilitärische Neonazi-Gruppen spielten sich jüngst in Dörfern als «Bürgerwehr» zum «Schutz» gegen Roma auf und verbreiteten mit ihren Aufmärschen Angst und Schrecken.

ÖSTERREICH hielt in den 1990er Jahren der Briefbomben-Terror der «Bajuwarischen Befreiungsarmee (BBA)» in Atem. Ziel waren Personen und Organisationen, die sich für Minderheiten einsetzten oder Ausländer repräsentierten. Bei drei Briefbomben-Serien ab 1993 und Anschlägen mit Rohrbomben wurden insgesamt vier Menschen getötet. Unter den 15 Schwerverletzten war Wiens damaliger Bürgermeister Helmut Zilk. 1999 wurde Franz Fuchs als «BBA»-Kopf inhaftiert, er und nahm sich 2000 das Leben.

In den USA wurde 2001 Timothy McVeigh hingerichtet. Das Mitglied einer der vielen rechtsgerichteten Milizen in den USA hatte 1995 ein Regierungsgebäude in Oklahoma-City gesprengt und dabei 168 Menschen getötet. Ein Komplize wurde 2004 wegen 161-fachen Mordes zu 161 Mal lebenslänglich verurteilt. Hochburg militanter «Patriotengruppen» ist der Bundesstaat Montana, von wo aus «Una-Bomber» Theodore Kaczynski 1978 bis 1995 Paketbomben verschickte, drei Menschen wurden getötet und 23 verletzt. 1998 wurde Kaczynski zu viermal lebenslanger Haft verurteilt. Ein weiterer rechtsextremistischer Einzeltäter war James von Brunn, Schwarzen-Hasser, Antisemit und Holocaust-Leugner, der im Washingtoner Holocaust-Museum einen Wachmann tötete.

Extremismus / Kriminalität
17.11.2011 · 22:14 Uhr
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