News
 

«Mord ohne Leiche» erneut vor Gericht

Mit dem spektakulären «Mord ohne Leiche» befasst sich heute der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Symbolfoto

Karlsruhe (dpa) - Mit dem spektakulären «Mord ohne Leiche» befasst sich heute der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Im Kern geht es um die Frage, ob im Auto geführte Selbstgespräche eines zu lebenslanger Haft verurteilten Mannes als Indiz für den Mord an seiner Frau gelten können (Az.:2 StR 509/10).

Der Verurteilte hatte in von der Polizei abgehörten Selbstgesprächen gesagt, er habe die Frau «totgemacht». Neben anderen Hinweisen hatte das Landgericht Köln auch diese Äußerungen als Indiz für die Tat gewertet. Die Leiche der 2007 verschwundenen 33-Jährigen war nie gefunden worden.

Die Karlsruher Revisionsinstanz prüft nun, ob dieser «Lauschangriff mit technischen Mitteln» außerhalb einer Wohnung in einem Strafprozess verwertbar ist. Das Abhören von Wohnungen selbst ist laut Grundgesetz nicht erlaubt.

Prozesse / Kriminalität
14.12.2011 · 06:53 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen