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Moody's lobt geplante Schuldenbremse Spaniens

London (dpa) - Die US-Ratingagentur Moodys hat die spanische Regierung für die geplante Einführung einer Schuldenbremse gelobt.

Der Plan, eine Obergrenze für die Staatsverschuldung nach deutschen Vorbild in die Verfassung des hoch verschuldeten Staates aufzunehmen, wertete Moody's laut einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme positiv. Die Pläne einer Schuldenbremse zeigten einen «breiten Konsens und Einverständnis für eine Konsolidierung der Staatsfinanzen über alle Parteigrenzen hinweg».

Spanien folgt als eines der ersten Länder in der Euro-Zone dem Beispiel Deutschlands und baut eine Schuldenbremse in seine Verfassung ein. Noch diese Woche soll sie im Eilverfahren vom Parlament verabschiedet werden.

Die geplante Schuldengrenze sei positiv für die Zentralregierung in Madrid und auch vorteilhaft für die Regionen in Spanien, erklärte Moody's. Die Ratingagentur hatte Ende Juli den Druck auf den Mittelmeerstaat erhöht und die Kreditbewertung Spaniens auf Beobachtung für eine mögliche Abstufung gesetzt. Aktuell steht die Bewertung von Moody's für Spanien noch auf der dritthöchsten Stufe «Aa2». Laut der jüngsten Stellungnahme werden die Pläne eine Schuldengrenze als ein Faktor in die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes einfließen, versicherte die Ratingagentur.

Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero war ursprünglich gegen eine Schuldenbremse gewesen. Vergangenen Dienstag hatte er jedoch dem Parlament überraschend vorgeschlagen, eine Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy aufzugreifen und in der Verfassung eine Obergrenze für die Neuverschuldung des Staates festzuschreiben. Der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy hatte den Vorschlag anschließend akzeptiert.

Eu / Finanzen / Konjunktur / Spanien
29.08.2011 · 12:58 Uhr
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