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Mohammed-Karikaturist Westergaard verurteilt Anschlagspläne auf "Jyllands-Posten"

Kopenhagen (dts) - Der dänische Journalist und Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard hat die Anschlagspläne radikaler Islamisten gegen die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" als "Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit" verurteilt. "Der vereiltelte Anschlag ist ein direkter Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit. Er zeigt, die Bedrohung durch islamistischen Terror ist nicht vorüber", sagte Westergaard der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Er unterstrich, "dass der Bedrohung durch gewalttätige Islamisten nicht mit einer Beschwichtigungspolitik beizukommen" sei, sondern nur mit Standhaftigkeit. "Wir dürfen und werden uns Kritik am radikalen Islamismus nicht verbieten lassen. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen, wenn es um unsere Werteordnung geht." Westergaard, der selbst seit Jahren unter Polizeischutz steht, bekundete sein Mitgefühl mit "meinen ehemaligen Kollegen der `Jyllands-Posten`, die ermordet werden sollten. Sie alle haben natürlich Angst um ihre Familien, ihre Frauen, ihre Kinder und sich selbst." Die "Jyllands Posten" veröffentlichte 2005 Westergaards umstrittene Mohammed-Zeichnung und andere Karikaturen, die weltweit zu gewaltätigen Protesten radikaler Moslems führte. Die dänische Polizei hat am Mittwoch einen Terroranschlag auf die Zeitung verhindert. Wie der Polizei-Geheimdienst mitteilte, wurden insgesamt fünf mutmaßliche Attentäter festgenommen: vier in Dänemark und einer in Schweden. Sie hätten geplant, das Zeitungsgebäude zu stürmen und so viele Menschen wie möglich zu töten. Die Verdächtigen sollen zur radikalen Islamisten-Szene gehören.
Dänemark / Terrorismus / Zeitungen / Religion
29.12.2010 · 16:12 Uhr
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