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Mixa zieht sich in Frauenkloster zurück

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Augsburg/Fünfstetten (dpa) - Der zurückgetretene Bischof von Augsburg, Walter Mixa, wird seinen Ruhestand in einem Frauenkloster verbringen. Das Augsburger Ordinariat bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte.

Dort bekommt Mixa nach Angaben des Kultusministeriums rund 70 Prozent seiner früheren Bischofsbezüge als Ruhestandsgeld. Das sind brutto etwa 5400 Euro - plus einer Aufwandsentschädigung als früherer Militärbischof.

Nach Angaben des Ordinariats wird Mixa ohne seelsorgerischen Auftrag bei den Franziskanerinnen der Maria-Stern-Schwestern in Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries wohnen. Er habe als emeritierter Bischof keinen Dienstherren, hieß es. Der Ort Fünfstetten gehört zum Bistum Eichstätt, die Franziskanerinnen unterstehen aber der Diözese Augsburg. In beiden Bistümern war Mixa Bischof.

Die Nonnen äußerten sich über den Zuzug wenig begeistert. Es habe eine Diskussion gegeben, sagte Provinzvikarin Schwester Beda Rauch der «Hamburger Morgenpost» (Freitag). «Wir haben ihn nicht eingeladen», die Nonnen seien gebeten worden, ihn bei sich aufzunehmen.

Das Kloster ist Altersruhesitz für 13 Nonnen. Allerdings wohne noch ein weiterer Geistlicher dort, der blind sei. Auf die Frage, ob Mixa im Kloster mithelfe solle, sagte Schwester Beda: «Es ist nicht geplant, seine Seelsorge in Anspruch zu nehmen.» Allerdings steht es Mixa nach Angaben des Ordinariats frei, Aushilfen in der Seelsorge anzunehmen und Sakramente wie Firmungen zu spenden. Das habe ihm der Papst ausdrücklich zugebilligt.

Mixa war nach Prügelvorwürfen aus seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen im Mai von seinem Amt zurückgetreten. Als Nachfolger hat der Papst den Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa berufen, der im Oktober in Augsburg in sein Amt eingeführt werden soll.

Kirchen
22.07.2010 · 19:29 Uhr
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