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Mitt Romney: Favorit der Vernunft

Mitt Romney hat einiges vorzuweisen: Er hat sich nicht nur als Gouverneur von Massachusetts profiliert. Er machte auch in der Privatwirtschaft Karriere. Foto: Jim Lo ScalzoGroßansicht

Washington (dpa) - Seit Mitt Romney im vergangenen Sommer seine Präsidentschaftskandidatur verkündete, gilt er als Favorit unter den republikanischen Bewerbern.

Doch auch knapp zwei Monate nach der ersten Vorwahl in Iowa liegt die Nominierung gegen Amtsinhaber Barack Obama für ihn noch immer in weiter Ferne. Dabei ist er ein Mann, der von allen Kontrahenten wahrscheinlich am meisten vorzuweisen hat. Der 64-Jährige hat sich nicht nur als Gouverneur von Massachusetts profiliert. Er machte auch in der Privatwirtschaft Karriere.

Seine Wirtschaftskompetenz macht ihn im konjunkturell gebeutelten Amerika eigentlich zum Mann der Stunde. Doch Romney hat Schwachstellen. Er gilt als langweilig, wird von Gegnern und Medien als wankelmütig charakterisiert und leistet sich peinliche Aussetzer, die den Multimillionär elitär wirken lassen. Ob er sagt, sich nicht um die sehr Armen zu sorgen, weil es für die ein staatliches Sicherheitsnetz gebe oder ob er von seinem privaten Fuhrpark mit den Cadillacs seiner Frau spricht - das kommt beim Volk nicht gut an.

Bei moderaten Wählern schneidet der bekennende Mormone mit fünf Söhnen gut ab, aber die konservativen Republikaner vermissen bei ihm feste Grundsätze und politische Standhaftigkeit. So verantwortete er als Gouverneur eine Gesundheitsreform, die in weiten Teilen der späteren Reform Obamas ähnelt. Doch heute stimmt Romney in den Chor der Republikaner ein, die «Obamacare» abschaffen wollen. In Sachen Umweltschutz und Abtreibung zeigte er sich ähnlich flexibel.

Außenpolitisch tritt Romney zwar für ein starkes Amerika ein, aber wenn es um den Truppenabzug aus Afghanistan, Foltermethoden oder den Iran geht, dann hält er sich seine Positionen so weitgehend offen. Privat erscheint er dagegen sehr verlässlich: Mit seiner Frau Ann ist er seit mehr als vier Jahrzehnten verheiratet.

Wahlen / USA
06.03.2012 · 21:09 Uhr
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