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Mitschnitt vom Tod Dominik Brunners aufgetaucht

Tatort S-Bahnhof München-SollnGroßansicht
München (dpa) - Die Münchner Staatsanwaltschaft wertet einen Mitschnitt vom Tod des Geschäftsmanns Dominik Brunner aus. Laut Medienberichten war Brunner per Handy mit der Notruf-Zentrale verbunden, als ihn zwei Jugendliche vor fünf Wochen am Münchner S- Bahnhof Solln totprügelten.

«Man hört einen schreienden, tobenden Täter», zitiert die «Bild»-Zeitung einen Ermittler. Zudem seien auf der Tonaufnahme Schläge zu hören.

Das Landeskriminalamt habe das Tonband bereits untersucht, sagte Oberstaatsanwalt Hajo Tacke am Freitag auf dpa-Anfrage. Nun werde es von der Staatsanwaltschaft ausgewertet. Weitere Informationen nannte er nicht. «Wir werden zu wie auch immer gearteten Inhalten keine Erklärung abgeben», sagte Tacke. Sollten die Aufnahmen Beweiswert haben, würden sie in die Anklageschrift aufgenommen. Wann Anklage erhoben wird, konnte Tacke noch nicht sagen.

Der 50-Jährige Brunner hatte sich vor fünf Wochen im Münchner S-Bahnhof Solln schützend vor vier Kinder gestellt, die von Jugendlichen bedroht worden waren. Insgesamt fügten die beiden 17 und 18 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter Brunner binnen weniger Minuten 44 Verletzungen zu. Die beiden jungen Männer sitzen wegen Mordes in Untersuchungshaft, ein weiterer 17-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter räuberischer Erpressung.

Kriminalität
23.10.2009 · 16:47 Uhr
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