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Mit Baseballschläger in die Moschee: Ein Toter

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Paris (dpa) - Ein vermutlich geistig gestörter Muslim hat bei einem Überfall auf eine Moschee in Frankreich mit einem Knüppel auf betende Gläubige eingeschlagen und mindestens einen Mensch getötet.

Ein weiterer Mann wurde bei der Bluttat in Arras schwer verletzt, sagte Isabelle David von der zuständigen Unter-Präfektur Pas-de-Calais. Der Täter, der wenig später überwältigt und festgenommen wurde, sei 32 Jahre alt, sagte David dem TV- Nachrichtensender BFM. Innenminister Claude Guéant verurteilte die Tat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP als «Akt unerhörter Barbarei».

Unter Berufung auf Polizeikreise hieß es, der Mann sei am Abend in die Moschee der nordfranzösischen Stadt Arras eingedrungen. Das Drama habe schwere Spannungen und auch Emotionen in der muslimischen Gemeinde ausgelöst, berichtete die Regionalzeitung «La Voix du Nord» vom Tatort. Der Zugang zur Moschee sei von einem Polizeiaufgebot abgesperrt. Der regionale muslimische Würdenträger Abdelkader Assouedj erklärte BFM-TV, dass der Täter bereits früher wegen psychischer Störungen auffällig gewesen sei. Seine Bluttat sei dennoch unerklärlich.

Erst am Montag war bei einem Brandanschlag auf die größte schiitische Moschee in Brüssel deren Imam ums Leben gekommen, zwei weitere Männer wurden verletzt. Als Motiv gab der muslimische Täter an, er habe den Schiiten in Syrien, die er für die Unruhen in dem Land verantwortlich machte, Angst machen wollen.

Kriminalität / Frankreich
17.03.2012 · 09:00 Uhr
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