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Missbrauch: 64-jähriger Pfarrer in Ruhestand versetzt

Essen/Duisburg (dpa) - Das Bistum Fulda hat nach Angaben des Bistums Essen einen in Duisburg tätigen Pfarrer in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Zuvor war bekannt geworden, dass der 64-Jährige vor mehreren Jahren wegen sexuellen Missbrauchs im Bereich des Bistums Fulda verurteilt worden war.

Er war später nach Duisburg versetzt und in der Altenseelsorge eingesetzt worden. «Seitdem hat er sich nichts zuschulden kommen lassen», sagte der Sprecher des Bistums Essen, Ulrich Lota, am Sonntag. Er bestätigte damit einen Bericht der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ, Essen).

Laut WAZ soll sich der Pfarrer in seinen früheren Gemeinden in den 80-er und 90-er Jahren Minderjährigen unsittlich genähert haben. Die beiden Bistümer wollen laut Lota nun Gutachten erstellen lassen. Danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Neben dem Priester aus Fulda überprüft das Bistum Essen nach Angaben von Lota derzeit drei «Altfälle». Alle drei Männer sind zunächst in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.

Bereits bekannt ist der Fall eines wegen sexuellen Missbrauchs vorbelasteten, 62-jährigen Priesters aus dem Bistum, der 1980 nach München geschickt worden war. Er war am vergangenen Montag vom Münchner Erzbischof suspendiert worden. Er soll sich nicht an kirchliche Auflagen gehalten haben. In der Woche davor hatte ihn bereits der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Daneben seien zwei weitere Pfarrer des Bistums Essen in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Die Taten lägen bei dem einen über 20 Jahre, bei dem anderen über 10 Jahre zurück, sagte Lota. Auch in diesen Fällen soll es nun Gutachten geben. Nähere Angaben zum Alter, zum Einsatzgebiet und zum Arbeitsort wollte der Sprecher nicht machen.

Kirchen / Kriminalität
21.03.2010 · 22:03 Uhr
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