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Ministerium dementiert Gefechte mit Bundeswehr

Berlin (dpa) - Das Bundesverteidigungsministerium hat afghanischen Angaben widersprochen, wonach am Donnerstag während der Präsidentenwahl deutsche Soldaten im Norden des Landes in schwere Gefechte verwickelt waren.

«Dafür haben wir keine Bestätigung», sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. «In der Provinz Baghlan waren keine deutschen Soldaten an Gefechten beteiligt.» Zuvor hatte der Polizeisprecher von Baghlan, Jawid Bascharat gesagt, deutsche und ungarische Truppen hätten afghanische Sicherheitskräfte nach einem Angriff der Taliban im Distrikt Baghlan Dschadeed unterstützt.

Bei den stundenlangen Kämpfen wurden nach afghanischen Angaben 21 Aufständische getötet und 22 weitere verwundet. Auf Seiten der Sicherheitskräfte seien der Distrikt-Polizeichef getötet und zwei Polizisten verletzt worden.

Unterdessen feuerten Aufständische am Wahltag weitere Raketen auf die nordafghanische Stadt Kundus ab, an deren Rand die Bundeswehr ein Feldlager unterhält. Am Donnerstag seien sechs Raketen in der Stadt detoniert, sagte der Sprecher des Provinz-Gouverneurs, Mahboobullah Sayedi, der dpa. Fünf Menschen seien verletzt worden. Eine Rakete habe ein Wahllokal getroffen.

Ein dpa-Reporter berichtete, er habe nach dem Angriff auf das in einer Schule untergebrachte Wahllokal ein verwundetes Kind gesehen. Die Detonation habe Fenster in dem Gebäude zum Bersten gebracht und die Außenwand der Schule beschädigt. Auch nach dem Angriff hätten Wähler dort aber ihre Stimme abgegeben.

Konflikte / Wahlen / Bundeswehr / Afghanistan
20.08.2009 · 15:06 Uhr
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