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Mindestens ein Deutscher unter Lawinen-Toten

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Bern (dpa) - Bei einem folgenschweren Lawinenunglück in den Schweizer Alpen sind am Sonntag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Deutscher. Vier Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, drei Deutsche und eine Kanadierin.

Drei weitere Personen werden noch vermisst, wie die Polizei am Montag in Bern mitteilte. Auch unter den Vermissten befindet sich ein Deutscher.

Ihre Überlebenschancen gelten angesichts der Minustemperaturen im Unfallgebiet als gering. Schlechtes Wetterverhinderte am Montag weitere Rettungseinsätze. Sie sollen an diesem Dienstag wieder aufgenommen werden. Auch an der Zugspitze und in den österreichischen Alpen kamen deutsche Wintersportler ums Leben.

Der Schweizer Unfall hatte sich am Sonntagmittag im Diemtigtal im Berner Oberland ereignet, als eine erste Lawine niederging und zunächst einen Skitourenfahrer begrub. Der Mann war sofort tot. Als die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) und andere Helfer versuchten, das erste Lawinenopfer zu bergen, stürzten weitere Schneemassen auf die Rettungskräfte nieder und begruben zwölf Menschen unter sich. Etwa 100 Spezialisten suchten mit insgesamt acht Helikoptern nach den neuerlich Verschütteten. Sie bargen insgesamt neun Personen, darunter den toten Skifahrer und drei Schwerverletzte. Diese wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo sie später starben.

Bei drei Toten handelt es sich um zwei Schweizer Staatsbürger sowie einen noch nicht identifizierten Mann. Die vier Verletzten - drei Deutsche und eine Kanadierin - sind nach Krankenhausangaben nicht in unmittelbarer Lebensgefahr. Experten spekulierten, dass die Lawine möglicherweise von den Skitourenfahrern selbst ausgelöst wurde. Das Unglück von Diemtigen zeige einmal mehr, dass auch bei mäßiger Gefahr Lawinen niedergingen.

Auch in Österreich verglückten am Sonntag zwei Skifahrer aus Deutschland. Der Mann und die Frau im Alter von 18 und 19 Jahren stammen aus Baden-Württemberg. Sie seien im Skigebiet Diedamskopf in Voralberg von der Piste abgekommen und in eine Felsschlucht gestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Auch zwei Wanderer auf der Zugspitze sind vermutlich tödlich verunglückt. Davon geht zumindest die Polizei aus. Die beiden 31 und 42 Jahre alten Männer aus Ravensburg waren vor mehr als einer Woche bei einem Abstieg vom Jubiläumsgrat zur Alpspitze verschwunden. Die Polizei vermutet, dass sie abgestürzt sind und unter Schneemassen begraben liegen.

Notfälle / Freizeit / Schweiz
04.01.2010 · 20:16 Uhr
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