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Mindestens 16 Tote bei Anschlägen in Afghanistan

Anschläge in AfghanistanGroßansicht

Kabul/Kundus (dpa) - Bei einem Bombenanschlag im Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nord-Afghanistan und beim Überfall auf einen US- Stützpunkt im Osten sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.

Auf einem belebten Markt im Distrikt Emam Sahib in der Provinz Kundus explodierte am Samstag ein ferngezündeter Sprengsatz, der auf einem Motorrad versteckt war. Zehn Menschen wurden dabei nach Angaben des Innenministeriums getötet, unter ihnen drei Kinder. Weitere 18 Menschen wurden verletzt. Als Täter wurden die Taliban vermutet.

Im Osten Afghanistans griffen Kämpfer der Taliban am Samstagmorgen einen US-Stützpunkt in Dschalalabad an, der Hauptstadt der Provinz Nangarhar. Sechs Angreifer, unter ihnen zwei Selbstmordattentäter, seien bei stundenlangen Gefechten getötet worden, teilte ein Sprecher des Gouverneurs mit. Unabhängige Berichte über die Zahl der Toten gab es zunächst nicht. Ein Taliban-Sprecher sagte, 14 Kämpfer mit Sprengstoffwesten hätten den Stützpunkt gestürmt und Dutzende ausländische und afghanische Soldaten getötet. Die Angaben der Aufständischen zu solchen Angriffen sind jedoch unzuverlässig und meist stark übertrieben.

Beim Angriff einer unbemannten, mutmaßlich von den US-Truppen gestarteten Drohne im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan wurden fünf Menschen getötet. Der Angriff ereignete sich am Samstag nach Angaben lokaler Geheimdienstmitarbeiter in Nord-Waziristan, von wo aus Taliban und Al-Kaida-Kämpfer immer wieder Attacken auf die internationalen Truppen in Afghanistan lancieren. Die Identität der Toten war nicht bekannt. Seit Anfang September sind bei Angriffen von mutmaßlichen US-Drohnen in dem Gebiet über 200 Menschen ums Leben gekommen.

Konflikte / Afghanistan
13.11.2010 · 14:30 Uhr
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