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Millionen Gläubige bei Prozession in Manila

Gedränge löst Panik ausGroßansicht

Manila (dpa) - Trotz Terrorwarnung haben drei Millionen Menschen in Manila an der Prozession mit der berühmten Jesusstatue «Black Nazarene» teilgenommen. Beim Start des sechs Kilometer langen Marsches kam es im Gedränge zu einer Panik, 30 Menschen wurden verletzt, berichtete das Rote Kreuz.

Die Polizei hatte vor möglichen Anschlägen islamischer Terroristen aus dem Süden der Philippinen gewarnt. Neun verdächtige Separatisten seien in der Stadt gesehen worden, sagte Polizeidirektor Nicanor Bartolome. Malou Empedrado, einer der Mitläufer, sagte: «Die Statue wird uns schon schützen.»

Die lebensgroße schwarze Jesusstatue wurde wahrscheinlich 1606 von einem spanischen Priester aus Mexiko auf die Philippinen gebracht. Ihr werden heilende Kräfte zugeschrieben. Jedes Jahr Anfang Januar tragen Gläubige sie barfuß durch die Straßen. Hunderttausende Menschen versuchen, die Statue zu berühren oder werfen Tücher auf den Wagen, die an der Statue gerieben und zurückgeworfen werden.

Die Prozession ist eines der bedeutendsten religiösen Feste auf den Philippinen. Mehr als 80 Prozent der Einwohner sind katholisch.

Religion / Philippinen
09.01.2012 · 13:24 Uhr
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