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Militärs und Jung sollen Merkel Details zu Kundus-Affäre vorenthalten haben

Berlin (dts) - Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und sein Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheidende frühzeitige Informationen über den Luftschlag von Kundus vorenthalten haben. Das berichtet das Magazin "Stern" unter Berufung auf Bundeswehr-Dokumente. Demnach sendete der Oberst Karl Neumann am 6. September einen Bericht über zivile Opfer des Angriffs per Fax von Afghanistan an Schneiderhans Privatadresse. Dieser habe ihn an Jung weitergeleitet, beide hätten jedoch Merkel nicht über den brisanten Inhalt informiert. In dem Bericht sei von mehreren zivilen Opfern die Rede, die in einer Moschee versammelt gewesen und von Taliban gezwungen worden seien, bei der Bergung der Lkw zu helfen. Diese entscheidenden Details wurden dem Kanzleramt angeblich zunächst nicht mitgeteilt. Erst am 10. September und auf wiederholtes Drängen habe das Kanzleramt den Bericht Neumanns erhalten.
DEU / Afghanistan / Militär
03.02.2010 · 08:52 Uhr
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