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Mexiko: Zwei Tote und hunderte Verletzte bei Beben

Erdbeben in MexikoGroßansicht
Mexiko-Stadt/Buenos Aires (dpa) - Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 im Norden Mexikos sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 weitere Bewohner im Bundesstaat Baja California seien verletzt worden.

Das teilte der Gouverneur des Staates am Pazifik, José Guadalupe Osuna Millán, mit. Zehntausende Menschen rannten in Panik ins Freie. Der Gouverneur rief den Notstand aus.

Die US-Erdbebenwarte registrierte im Norden Mexikos und im benachbarten US-Bundesstaat Kalifornien bis Montag mehr als 230 Nachbeben, von denen einige Stärken von mehr als 5,0 erreichten. Vor allem aus der Millionenstadt Mexicali etwa 60 Kilometer vom Epizentrum entfernt wurden Schäden an Gebäuden und vereinzelte Brände gemeldet. Ein Parkhaus sei zusammengestürzt. Erdrutsche und Risse in der Fahrbahn machten auch mehrere Fernstraßen in der Region unpassierbar.

Ein Mann starb beim Einsturz eines Wohnhauses am Rande von Mexicali. Eine junge Frau sei im Durcheinander von einem Auto überfahren worden, sagte der Leiter des Zivilschutzamtes von Baja California, Alfredo Escobedo. Auch die Strom- und Wasserversorgung sei zeitweise unterbrochen gewesen. Die meisten Menschen wurden durch Splitter zerbrochener Glasscheiben sowie herumfliegende Gegenstände verletzt.

Aus dem Küstenort Ensenada berichtete der örtliche Chef der Feuerwehr, Jaime Nieto, drei Menschen hätten in einer Eisfabrik Verätzungen durch ausströmendes Ammoniakgas erlitten. Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte in zehn Kilometern Tiefe. Die Erschütterungen waren bis nach San Francisco und im US- Bundesstaat Arizona zu spüren. «Es wackelte ziemlich», berichtete ein Bewohnerin in San Francisco.

Aus den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona gab es keine Berichte über Verletzte. Dort habe es auch nur geringfügige Schäden gegeben. Ein Sprecher der Feuerwehr von Los Angeles sagte, es sei vereinzelt zu Stromausfällen gekommen, und einige Menschen hätten in Fahrstühlen festgesessen.

Am 12. Januar hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Karibikstaat Haiti erschüttert. Es starben mehr als 200 000 Menschen. Das Beben der Stärke 8,8 vom 27. Februar in Chile kostete fast 350 Menschen das Leben.

Erdbeben / USA / Mexiko
05.04.2010 · 16:04 Uhr
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