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Mexiko schließt staatliches Stromunternehmen

Mit Polizeigewalt hat die mexikanische Regierung den Stromlieferanten Luz y Fuerza geschlossen.Großansicht
Mexiko-Stadt (dpa) - Die mexikanische Regierung hat ein staatliches Energieunternehmen mit rund 40 000 Angestellten geschlossen. 5000 Polizisten besetzten in der Nacht zum Sonntag die Zentrale und Filialen des Unternehmens Luz y Fuerza del Centro, das vor allem die Hauptstadt mit Strom versorgt.

In dem Dekret des Präsidenten Felipe Calderón wurde die überraschende Maßnahme damit begründet, dass Luz y Fuerza nicht wirtschaftlich gearbeitet und nur Verluste erwirtschaftet habe.

Der Schließung ging ein Kampf um die von der Regierung abgelehnte Wiederwahl eines Gewerkschaftsführers voraus, der in der vergangenen Woche zu heftigen Demonstrationen in der Hauptstadt geführt hatte. Luz y Fuerza ist der einzige Stromlieferant in der mexikanischen Hauptstadt und in einigen zentralen Staaten Mexikos. Nach Angaben von Innenminister Fernando Gomez Mont ist die Stromversorgung der Region allerdings durch die Föderale Elektrizitätskommission (CFE) sichergestellt.

In dem Dekret des Präsidenten hieß es, «die finanzielle und operative Ineffizienz des Unternehmens» sei erwiesen. Allein in diesem Jahr muss die Regierung nach Angaben von Gomez Mont umgerechnet über zwei Milliarden Euro zahlen, um den Betrieb des Unternehmens sicher zu stellen.

Elektrizität / Mexiko
12.10.2009 · 07:07 Uhr
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