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Mexiko: Mann hat Flugzeug in "göttlichem Auftrag" entführt

Mexiko-Stadt (dts) - Der Entführer des mexikanischen Flugzeugs hat nach eigener Aussage in "göttlichen Auftrag" gehandelt. Nachdem Sicherheitskräfte den Bolivianer auf dem internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt überwältigt hatten, sagte der vermutlich geistig verwirrte 44-Jährige, er habe dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón wegen des unheilvollen Datums 9.9.09 eine Warnung überbringen wollen. Die 104 Passagiere der Boeing 737 der mexikanischen Fluggesellschaft Aeromexico waren vor der Stürmung des Flugzeugs in Sicherheit gebracht worden, verletzt wurde dabei niemand. Der Mann habe allein gehandelt, so der Sicherheitsminister Genaro Garcia Luna. Zuvor hatte die Polizei drei weitere männliche Personen mit dem Verdacht festgenommen, an der Entführung beteiligt zu sein. Der Täter, der vorgab Priester zu sein, hatte gedroht, das Flugzeug in die Luft zu sprengen, wenn er nicht mit Calderón sprechen dürfe. Der Kapitän des Flugzeugs soll den Entführer schließlich überzeugt haben, sich zu ergeben, so Luna. Waffen oder Sprengstoff befanden sich nicht an Bord. Der Entführer José Marc Flores Pereira gab gegenüber der Presse an, die Maschine etwa eine Stunde nach dem Abflug aus Cancún auf der Halbinsel Yucatán entführt zu haben. Der Bolivianer soll nach Angaben der Behörden seit 17 Jahren in Mexiko wohnen. Präsident Calderón gab erleichtert bekannt, dass bei diesem "schwierigen Moment für den Staat" niemand zu Schaden gekommen sei.
Mexiko / Flugverkehr / Flugzeugentführung
10.09.2009 · 10:38 Uhr
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