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Mexikanischer Drogenkrieg fordert 28 Opfer in einer Nacht

Ciudad Juarez/Mexiko-Stadt (dts) - Die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Drogenkartellen in Mexiko reißen nicht ab. Nun forderten die Kämpfe 28 Todesopfer innerhalb einer Nacht. 15 der Morde hatten sich allein in der für ihre hohe Kriminalitätsrate bekannten Grenzstadt Ciudad Juarez ereignet. Die vermummten und mit Sturmgewehren bewaffneten Angreifer hatten in der vergangenen Nacht eine Strip-Bar in Ciudad Juarez gestürmt. Als die Gäste der Aufforderung, den Angreifern zu folgen, nicht nachkommen wollten, eröffneten diese das Feuer. Sechs der insgesamt etwa 60 Gäste kamen dabei ums Leben, darunter auch ein Soldat der US-Luftwaffe. In der Grenzstadt Tijuana stieß die Polizei zudem auf drei Leichen, deren Gesichter mit Klebeband bedeckt waren. Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei um eine in den Kreisen der mexikanischen Drogenkartelle typische Mordmethode, die zur Erstickung der Opfer führt. Ciudad Juarez weist die höchste Mordrate weltweit auf. Allein in diesem Jahr kamen dort bereits mehr als 2000 Menschen ums Leben. Seit Ende 2006 sollen die Banden etwa 14000 Morde begangen haben. Hintergrund der Kriminalität sind die Auseinandersetzungen mehrerer Drogenkartelle, die Stadt liegt auf einer lukrativen Route für den Schmuggel in die USA. Die Regierung des Landes hat derzeit 50000 Soldaten mit der Bekämpfung der Kriminalität an mehreren Brennpunkten betraut.
Mexiko / Kriminalität / Drogen
05.11.2009 · 13:21 Uhr
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