News
 

Metro-Chef sieht Warenhausfusion als letzte Chance für Karstadt

Düsseldorf (dts) - Metro-Chef Eckhard Cordes sieht sich in der Übernahmeschlacht um den Warenhauskonzern Karstadt in einer "Position der Stärke". "Wir haben Zeit und werden eine Übernahme nicht um jeden Preis machen", sagte Cordes in einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des "Spiegel". Zwar sei die von der Metro favorisierte Fusion von Karstadt und der Metro-Tochter Kaufhof zu einer Deutschen Warenhaus AG "ordnungspolitisch sinnvoll und vor allem für die Belegschaften ideal". Doch "je länger der Schwebezustand dauert" und womöglich noch Hedgefonds die abgestoßenen Anteile des Arcandor-Großaktionärs von Sal. Oppenheim übernähmen, "umso schwieriger wird es", betonte Cordes. Überrascht äußerte sich der Metro-Chef über die öffentlich geäußerte Ablehnung der Fusionspläne durch Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick und Sal. Oppenheim. Schon vor Wochen, so der Metro-Chef, hätten Eick und Vertreter der Bank "diese Idee mehrfach mit uns angesprochen". Kurz nach Eicks Amtsantritt seien sogar bereits "erste Finanzdaten ausgetauscht" worden. Und "noch in der Nacht vor dem Insolvenzantrag" hätten Vertreter der Bank angerufen, "ob die Metro AG möglicherweise Arcandor finanziell aushelfen könnte", so Cordes.
DEU / Wirtschaftskrise / Arcandor / Karstadt / Metro
20.06.2009 · 14:58 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.05.2017(Heute)
22.05.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen