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Metro-Chef: Keine Fusion von Kaufhof-Filialen mit Karstadt

Düsseldorf (dts) - Eckhard Cordes, Vorstandschef der Metro AG, hat die Absicht endgültig begraben, seine Kaufhof-Filialen mit denen des Konkurrenten Karstadt zu fusionieren. Das Thema sei "erledigt", sagte Cordes in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Er könne Karstadts aktuellen Zustand allerdings "nicht beurteilen. Das Unternehmen befindet sich noch in der Phase des Sanierungstarifvertrags mit Verdi und gewisser Mietreduktionen. Es ist also alles andere als in einem eingeschwungenen Zustand".

Er wolle auch "nicht arrogant sein, aber Kaufhof geht erfolgreich seinen Weg. Wir brauchen Karstadt nicht". In einem anderen Streit versucht Cordes die Wogen zu glätten. Zu seinem Krach mit den Media-Markt-Gründern Leopold Stiefel und Erich Kellerhals sagte er dem "Spiegel": "Wir als Metro haben immer auch gesagt, dass wir uns außergerichtlich zusammensetzen können, um eine konstruktive Lösung zu finden. Dieses Angebot hat Herr Kellerhals bislang leider nicht angenommen." Die beiden Gründer verfügen nur noch über Anteile von rund 25 Prozent an der Elektromarktkette Media-Saturn, pochen aber auf alte Klauseln, die ihnen bei wichtigen Entscheidungen Vetorechte einräumen, die Cordes nicht mehr gelten lassen möchte. "Wir wollen nicht durchregieren und nutzen die Erfahrung der Gründergesellschafter. Aber wir brauchen klare Konfliktlösungsmechanismen für die wenigen Fälle, wo es vielleicht auch einmal unterschiedliche Ansichten gibt." Es dürfe in einem solchen Unternehmen "nicht zu Pattsituationen kommen, die unser Geschäft lähmen", so Cordes.
DEU / Unternehmen / Wirtschaftskrise
15.05.2011 · 10:01 Uhr
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