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Merkel wünscht «beste Behandlung» für Timoschenko

Timoschenko-Tochter Jewgenija wirbt um Unterstützung für ihre inhaftierte Mutter und ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Foto: Filip Singer

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Eindruck widersprochen, sie habe eine medizinische Behandlung der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko in Deutschland verlangt.

Der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag) sagte sie: «Dies war nie eine Forderung, sondern ein Angebot, denn wir wollen, dass Julia Timoschenko die bestmögliche medizinische Behandlung erhält. Dabei helfen jetzt schon Ärzte der Berliner Charité.»

Im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine lobte Merkel die «klaren Worte», die Bundestrainer Joachim Löw und Mannschaftskapitän Philipp Lahm zur Menschenrechtslage in dem Land gefunden hätten. «Darüber habe ich mich sehr gefreut», sagte sie. Die Hauptaufgabe der Nationalmannschaft bleibe jedoch das Fußballspielen. Sowohl Löw als auch Lahm hatten die Einhaltung der Menschenrechte in der Ukraine gefordert.

Ob sie selbst zur EM in die Ukraine reist, lässt die Kanzlerin weiterhin offen. «Über meine Reisen zu großen Sportereignissen entscheide ich immer sehr kurzfristig», sagte sie.

Justiz / Timoschenko / Ukraine / Deutschland
10.05.2012 · 08:10 Uhr
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