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Merkel will Regierungsstreit entschärfen

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den anhaltenden regierungsinternen Streit über den Euro-Rettungskurs entschärfen. Nach Darstellung von Regierungssprecher Steffen Seibert ist sich das schwarz-gelbe Kabinett einig über Wege und Ziele zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität der Euro-Zone.

Spekulationen über einen Bruch der Koalition aus Union und FDP wies Seibert nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch in Berlin zurück. Auf die Frage, ob es Anlass gebe, über ein Ende der Koalition nachzudenken, antwortete Seibert mit «Nein».

Er machte zugleich deutlich, dass die Kanzlerin in der Debatte über das weitere Vorgehen in der Euro-Schuldenkrise konstruktive Beiträge ihrer Minister erwarte. Auf die Frage, ob Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) an einem Strang ziehen, sagte Seibert, mit dieser Deutung liege man schon ganz gut.

Der Regierungssprecher bestätigte zudem eine für den Abend geplante Telefonkonferenz zwischen Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou. Ein mögliches Thema werde die Umsetzung der Reformmaßnahmen Athens sein.

Wirtschaftsminister Rösler hatte nach Spekulationen über eine Staatspleite Griechenlands Kritik von Merkel und von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einstecken müssen. Rösler hält eine geordnete Insolvenz Griechenlands für denkbar, sollte es Instrumente dafür geben.

EU / Finanzen / FDP / Koalition
14.09.2011 · 15:38 Uhr
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